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Zweiter Versuch: Kammermeier gegen Lehner

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Im äußersten Osten des Landkreises Altötting, am Inn und direkt an der Grenze zu Niederbayern, liegt das 1100-Einwohner-Dorf Stammham.  − Foto: Kleiner

Im Dorf am Rande des Landkreises stellen sich – wie schon bei der Wahl im Jahr 2008 – wieder Amtsinhaber Franz Lehner (CSU) und Herausforderer Georg Kammermeier (Freie Wähler) dem Votum der Bürger.

Bei der Wahl 2008 setzte sich Lehner, der seit 1996 im Amt ist, mit 73,8 Prozent der Stimmen klar gegen den heute 54-jährigen Kammermeier durch. Lehner, im Hauptberuf Polizist und seit über 30 Jahren im Gemeinderat, wurde von der CSU mit einem 100-Prozent-Ergebnis nominiert. Die CSU-Mitglieder honorierten damit, dass Lehner in der Vergangenheit bewiesen habe, dass er menschlich und vorurteilsfrei für alle Bürger und Vereine ein offenes Ohr habe, ein gewaltiges Arbeitspensum schaffe und sich unentwegt zum Wohle Stammhams einsetze – so hieß es bei der Nominierung über Lehner. In den letzten Jahren hatte der Vater zweier erwachsener Töchter oft wegen gesundheitlicher Probleme eine Zwangspause einlegen müssen.

Stammham, früher ein überwiegend landwirtschaftlich geprägtes Dorf, ist heute ein überschaubares Wohndorf mit etwa 1100 Einwohnern – ganz im Osten des Landkreises Altötting, am Inn gelegen. Als Wohngemeinde, die über wenig Steuereinnahmen verfügt, hat Stammham wie viele andere kleine, ländliche Gemeinden immer wieder das Problem, dass der gemeindliche Haushalt nicht viel Spielraum für Instandhaltungen oder gar Investitionen bietet. So war auch im vergangenen Jahr Schmalhans Küchenmeister in Stammham.

Wo das Leben noch so dörflich geprägt ist, existiert meist ein reges Vereinsleben – sehr aktiv ist etwa der TSV Stammham –, und aus dem Vereinsleben kommt zum Beispiel der Gegenkandidat Georg Kammermeier. Der 54-Jährige, der als Feuerwehrmann bei der Wacker-Chemie arbeitete, steht seit Jahrzehnten auf der Theaterbühne und ist seit vier Jahren Vorstand der Innauenbühne. Zuvor war er 13 Jahre lang Feuerwehrkommandant. Kammermeier hat als Ziel vor allem den Erhalt der Schule und damit verbunden die Erhöhung der Einwohnerzahl genannt. Auch sollte aus seiner Sicht mit einem besseren Angebot an Baugrund versucht werden, Familien für den Ort zu gewinnen.  − ina

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Amtsinhaber: Franz Lehner (CSU).

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Herausforderer: Georg Kammermeier (Freie Wähler).

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