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Zweite Amtszeit für Gudrun Donaubauer

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Die Freude ist riesengroß bei Gudrun Donaubauer und ihrem Ehemann Dieter Drexl. Die amtierende Bürgermeisterin von Hauzenberg ist mit 53,28 Prozent der Stimmen für eine weitere Amtszeit gewählt worden. Das Ergebnis erfuhr sie, als sie gestern gerade auf dem Weg ins Rathaus war. Es stand bereits um 19.38 Uhr fest – und damit gut eine Stunde früher, als erwartet worden war. −Fotos: Brunner

von Carola Brunner
Gudrun Donaubauer hat die Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Hauzenberg gewonnen. Die parteifreie Amtsinhaberin wurde mit 53,28 Prozent wiedergewählt. 4088 Wähler gaben der 54-Jährigen ihre Stimme. Das sind 504 mehr, als Herausforderer Peter Auer von der CSU auf sich vereinen konnte. Für ihn votierten 3584 Wähler beziehungsweise 46,72 Prozent. Immens hoch war die Wahlbeteiligung: Sie lag bei 77,60 Prozent. Es war spannend bis zum Schluss. Nach den ersten Schnellmeldungen hatte der Herausforderer noch über 51 Prozent und lag damit knapp vorne; dann zog die Amtsinhaberin vorbei – zunächst nur hauchdünn mit 50,72 Prozent. Schnellmeldung für Schnellmeldung baute Gudrun Donaubauer ihren Vorsprung aus, um schließlich mit 53,28 Prozent die Wiederwahl zu schaffen. Hohe Wahlbeteiligungvon 77,60 ProzentDas Ergebnis stand am Sonntagabend bereits um 19.38 Uhr fest – und damit rund eine Stunde früher, als erwartet worden war. Wegen der Schutzmaßnahmen, die dem Coronavirus geschuldet sind, hatten in den fünf Briefwahlbezirken jeweils nur fünfköpfige Teams aus Rathaus-Mitarbeitern und Mitgliedern des Wahlausschusses das Auszählen übernommen. Sie arbeiteten mit Mundschutz und Einmalhandschuhen. Wegen der möglichen Ansteckungsgefahr waren die Bürger aufgerufen, nicht ins Rathaus zu kommen, sondern das Ergebnis online auf der Homepage der Stadt zu verfolgen. Das Interesse war riesig, der Server wegen der hohen Zugriffszahlen für kurze Zeit überlastet und nicht erreichbar. Weil viel schneller ausgezählt war als gedacht, erfuhr Gudrun Donaubauer auf dem Weg von Zuhause ins Rathaus von ihrem Sieg. "Ich hatte nicht vor 20 Uhr mit einem Ergebnis gerechnet", erzählt sie später. Sie habe noch mit ihrem Mann Dieter Drexl beim Abendessen gesessen, als kurz vor halb acht die dritte Schnellmeldung einlief. Da machten sich beide auf. Während der Fahrt klingelten und piepsten beide Handys – da stand fest, dass Gudrun Donaubauer die Stichwahl für sich entschieden hat. Beim Eintreffen im Rathaus wurde sie von den Anwesenden mit Applaus willkommen geheißen. "Das war ein sehr emotionaler Moment", sagt die 54-Jährige und verkneift sich ihre Freudentränen nicht. "Ich empfinde große Freude. Es hätte auch ein Leben ohne diese Aufgabe gegeben, aber ich freue mich extrem, dass ich sie weiterhin ausüben darf", sagt Gudrun Donaubauer im Kreis der Mitarbeiter. 4088 Wähler haben für sie gestimmt, 3584 für ihren Herausforderer. "Ich werde alles tun, um auch für diejenigen eine gute Bürgermeisterin zu sein, die nicht für mich gestimmt haben. Und ich fordere alle zu einer guten Zusammenarbeit auf und dazu, das Trennende zu überwinden und alle Kräfte zu bündeln, um die Herausforderungen zu meistern. Meine Hand war immer und bleibt auch weiterhin ausgestreckt", sagt die Siegerin des Abends. "Es ist, wie es ist, die Hauzenberger haben so entschieden. Ich kann Gudrun Donaubauer nur gratulieren", erklärt Peter Auer (CSU) in einer Stellungnahme telefonisch. Er sei froh, dass ihn so viele Bürger gewählt hätten, sagt Auer und dankt seinen Wählern. Auch von seiner Seite sei die Bereitschaft immer da, zum Wohl der Bürger und der Stadt zusammenzuarbeiten. "Ich hoffe, dass es gute Entscheidungen geben wird", so Peter Auer. So hoch wie selten zuvor war die Wahlbeteiligung bei der gestrigen Stichwahl: 77,60 Prozent der Wahlberechtigten machten von ihrem Stimmrecht Gebrauch, das sind 7684 von 9902 Wahlberechtigten. "Der letzte Wahlbrief wurde zwei Minuten vor 18 Uhr eingeworfen", berichtet stellvertretender Wahlleiter Martin Maderer. Das gestrige Ergebnis ist vorläufig. Das amtliche Endergebnis wird in der Sitzung des Wahlausschusses am heutigen Montag um 16 Uhr festgestellt.

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Mit Mundschutz und Einmalhandschuhen öffnen die Wahlhelfer die Umschläge und sortieren die gelben Stimmzettel. Bauamtsleiter Alois Stockinger (v.l.), CSU-Stadtrat Christoph Amsl, die Rathaus-Mitarbeiter Helga Daxenberger und Leumir Cikaqi sowie Kämmerin Claudia Eder sind im Briefwahlbezirk 23 im Foyer des Rathauses im Einsatz. Ein rot-weißes Absperrband trennt sie vom Eingangsbereich ab.

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