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Wonneberg wählt neuen Bürgermeister

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Alexander Reinmiedl kandidiert für die Überparteiliche Wählergruppe/Die Grünen.

In der Gemeinde Wonneberg geht eine Ära der Kommunalpolitik zu Ende: Nach fast zweieinhalb Jahrzehnten im Amt stellt sich der gelernte Maurer und altgediente Bürgermeister Josef Mayr nicht mehr zur Wahl.

Seit 1990 war Mayr ehrenamtlicher Bürgermeister in Wonneberg, nun zieht er sich als Kommunalpolitiker auf sein "Altenteil" zurück. Am Sonntag, 16. März, lautet für die Bürger der seit 1818 bestehenden Gemeinde deshalb die Frage: Soll Martin Fenninger (Freie Bürgerliste) oder Alexander Reinmiedl (Überparteiliche Wählergruppe/Die Grünen) der neue Bürgermeister werden? Der Wahlkampf in der kleinen Kommune ist eine spannende Sache, die kaum einen Einwohner kalt lässt.

Aber nicht nur auf den neuen Bürgermeister, auch auf die zukünftigen Gemeinderäte kommen viele Aufgaben zu, um die Weichen für eine lebenswerte Zukunft in Wonneberg zu stellen. Topthema in nächster Zeit ist der Erhalt der Schule. Im Schulverband der Grundschule Otting-St. Leonhard-Wonneberg sind sowohl in St. Leonhard als auch in Otting jeweils drei Klassen in einem Gebäude untergebracht. Und diese Gebäude gilt es zu erhalten. Ein weiteres Anliegen in diesem Themenfeld ist der Ausbau der Mittagsbetreuung.

Eine große Zukunftsaufgabe ist ein besserer Anschluss St. Leonhards an den öffentlichen Personennahverkehr, um auf diese Weise die Mobilität der Bürger zu steigern. Weitere Themen sind der mögliche Aufbau einer funktionierenden Nahwärme und der Bau eines neuen Bau- und Wertstoffhofes, der für eine Mehrfachnutzung geeignet sein sollte. Die Planung und Umsetzung dieser Projekte werden den neuen Bürgermeister und seine Gemeinderäte in den nächsten sechs Jahren beschäftigen.

Wünschenswert aus Sicht der Kommune, die zusammen mit Taching am See und Waging am See eine Verwaltungsgemeinschaft bildet, wird auch die Erweiterung des Gewerbegebiets sein. Dieses Ziel dürfte allerdings durch Platzprobleme erschwert werden. Hier eine Lösung zu finden, die alle Seiten zufriedenstellt, ist keine leichte Aufgabe für die künftigen ehrenamtlichen Mandatsträger.

Das Anliegen, dass man in Wonneberg eine Art Dorfladen errichtet, um die nötigste Versorgung in der eigenen Gemeinde sicherzustellen, könnte ebenfalls Aufgabe der Gemeindepolitik werden. Um dieses Ziel auch umzusetzen, wäre allerdings ein größerer Zuspruch der Bürger erforderlich als bisher.

Ein Thema, das auch die Gemeinden Waging, Taching, Petting und Kirchanschöring beschäftigt, ist die Verminderung des Phosphateintrags in den Waginger See. Ein Mosaikstein auf dem Weg dorthin könnte die erfolgte Aufnahme Wonnebergs und der anderen genannten Gemeinden in eine Ökomodellregion sein. Dadurch würde nicht nur dem See geholfen, sondern es würden auch die heimische Landwirtschaft gestärkt und die Versorgung der Bevölkerung mit regionalen landwirtschaftlichen Produkten verbessert.

Wie man sieht, gibt es genügend Themen, um den Bürgermeister und den Gemeinderat für die nächsten Jahre mit Arbeit zu versorgen. − kmz

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Martin Fenninger tritt als Spitzenkandidat für die Freie Bürgerliste an.

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