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Wohngemeinde, die auf Gewerbe setzt

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Winhöring – hier das Ortszentrum mit Pfarrkirche, Oberer Hofmark und dem Rathaus, hat in den letzten Jahren große Investitionen geschultert – vor allem in Schule, Kinderbetreuung und Ortsgestaltung. Die Neugestaltung der Oberen Hofmark ist der Punkt, der jetzt noch ansteht.  − Foto: Lambach

Einen Wahlkampf gibt es in Winhöring nicht wirklich: Bürgermeister Hans Daferner (CSU), seit 2002 im Amt, ist der einzige Kandidat. Die Frage wird nur sein, ob es bei den bisherigen Mehrheitsverhältnissen im Gemeinderat bleibt: Die CSU hat mit neun Mandaten die absolute Mehrheit – an der SPD (bisher drei Sitze) und Freie Wähler (vier Mandate) eindeutig rütteln wollen.

Die 4700-Einwohner-Gemeinde gehört heute zu den größeren Gemeinden im Landkreis Altötting und ist eine Wohngemeinde mit einem hohen Freizeitwert – am Rande des Holzlandes gelegen, zwischen Isen und Inn, lässt sich hier prima Naherholung genießen. Als Flächengemeinde ist Winhöring mit jenen Problemen konfrontiert, die Flächengemeinden überall lösen müssen: hohe Investitionskosten für Wasser- und Kanalversorgung; dauerhaft steht man vor dem Problem, die Straßen in gutem Zustand zu halten.

Ein Vorteil der Flächengemeinde: Während im Ortskern und drumherum das Wohnen im Vordergrund steht, hat sich im Ortsteil Eisenfelden direkt an der Nachbarstadt Neuötting ein stattliches Gewerbegebiet entwickelt, das in den letzten Jahren immer mehr Firmen anlockte. Auch aktuell weist die Gemeinde ein neues Gewerbegebiet aus – Interessenten dafür sind bereits da, Ansiedlungen stehen auch hier bevor. Ein Wermutstropfen im durchaus boomenden Ortsteil Eisenfelden ist jedoch der Bahnhof, besser gesagt: das Bahnhofsgebäude. Einst ein stattliches Gebäude an der vermeintlichen Magistrale München-Wien-Budapest, ist es seit Jahren in Privatbesitz und verfällt traurig vor sich hin. Aktuell ist Eisenfelden neu in die Reihe der dezentralen Standorte zur Unterbringung von Asylbewerbern aufgenommen worden.

Die Gemeinde Winhöring hat in den vergangenen Jahren vor allem in die Schule und in die Kinderbetreuung investiert, aber auch in die Ortsgestaltung, als deren vorerst letzter Punkt die Sanierung der Oberen Hofmark noch bevorsteht. Mit den vielen Investitionen sind zwar auch die Schulden der Gemeinde angewachsen – doch hier verweisen Daferner und auch der Gemeinderat, in dem die CSU die Mehrheit hat, immer wieder darauf, dass es Investitionen in die Zukunft seien – die unter anderem auch den Schulstandort in Winhöring sichern. Handlungsbedarf gibt es in Winhöring auch bei der Problematik der Nahversorgung. Seit Jahren wird um die Vergrößerung des Einkaufsmarktes im Ortszentrum gerungen – bisher noch ohne sichtbares Ergebnis.

Winhöring wird übrigens im Jahr 2016 groß feiern: Dann ist es 1200 Jahre her, dass die Gemeinde erstmals (belegt) urkundlich erwähnt wurde.

Die vielen aktiven Vereine der Gemeinde werden dann einmal mehr eine Möglichkeit haben, zu zeigen, was sie drauf haben. − ina

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Einziger Kandidat: Amtsinhaber Hans Daferner (CSU).

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