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Wer regiert künftig die Bärenstadt?

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Grafenaus Bürger sind heuer wieder zur "großen" Wahl aufgerufen. Vor sechs Jahren formierte sich nur der Stadtrat neu, der Bürgermeister stand nicht zur Wahl. −Fotos: Archiv/privat

Vor sechs Jahren gab es in Grafenau nur eine "kleine" Wahl, weil nur der Stadtrat zur Wahl stand. Bürgermeister Max Niedermeier (CSU) war bereits 2012 ins Amt gekommen – nach dem krankheitsbedingten Ausscheiden seines Vorgängers Helmut Peter (UWG). Am 15. März 2020 ziehen Bürgermeister und Stadtrat wieder gleich. Max Niedermeier (62) bekommt drei Herausforderer: Josef Bauer (SPD), Alexander Mayer (UWG) und Muhanad Al-Halak (FDP). Kreiscaritas-Geschäftsführer Josef Bauer (57) kam 2014 erstmals in den Stadtrat. Er ist Fraktionssprecher der SPD. Bei der Nominierungsversammlung entfielen alle 31 Stimmen auf ihn. Schwerpunkte, die Bauer als Rathauschef der Bärenstadt setzen will, sind: Natur und Wirtschaft, Stadt- und Ortsteilentwicklung, Bildung und Soziales, Bauen und Wohnen, Information und Bürgerbeteiligung. Alles im Sinne "besserer Ideen für die Zukunft von Grafenau". Alexander Mayer (50) – Leiter der Abteilung Internationale Kommunikation und Normung bei der Fa. Knauf AM F – war von 2008 bis 2014 – damals noch für die CSU – eine Periode im Stadtrat. 2012 war er bei der Abstimmung der CSU zum Bürgermeisterkandidaten Max Niedermeier unterlegen. 2017 trat Alexander Mayer aus der CSU aus. Seit 1. November 2019 ist er Mitglied der Freien Wähler in Grafenau. In einer Kampfabstimmung setzte er sich mit 19 zu 13 Stimmen gegen Helmut Binder, seinen Konkurrenten bei der Bürgermeisterkandidatur durch. Mayer sieht sich als Teamplayer. Neben der Unterstützung der einheimischen Wirtschaft ist ihm der Tourismus wichtig. Künftig im Grafenauer Stadtrat mitreden will die FDP. Und nicht nur das: Sie stellt mit Abwassermeister Muhanad Al-Halak (30) einen Bürgermeisterkandidaten mit Migrationshintergrund. Al-Halak war im Jahr 2000 als Flüchtling mit seinen Eltern und seinem jüngeren Bruder aus dem Irak nach Deutschland gekommen. "Ich bin das beste Beispiel für gelungene Integration", sagt er über sich selbst. Der 30-Jährige will neuen Schwung in die Stadtpolitik bringen. Als wichtigstes Ziel seiner Arbeit nennt er, die Bürgerinnen und Bürger bei wichtigen Entscheidungen und Projekten miteinzubeziehen. Die Digitalisierung spiele eine wichtige Rolle. Max Niedermeier setzt auf die Fortführung seiner erfolgreichen Stadtpolitik (Arbeitsplätze in der Reismühle, Innenentwicklung, touristische Weiterentwicklung) in den vergangenen acht Jahren. "Auch in Zukunft gibt es noch einige Projekte, die ich gerne zeitnah umsetzen möchte, etwa den Bau eines Kreisverkehrs in der Reismühle, den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Haus i. Wald, die Dorferneuerung Neudorf und die Sanierung der Propst-Seyberer-Mittelschule. Für die CSU kandidieren erneut für den Stadtrat: Max Riedl, Tobias Neumann, Anne-Marie Ederer, Josef Geiger, Stefan Behringer, Robert Maier, Konrad Bauer und Karl Mayer. Für die SPD: Hilde Greiner, Wolfgang Kunz, Erwin Liebl und Markus Hoppe. Für die UWG: Franz-Josef Bloier, Andreas Eibl, Helmut Binder und Werner Mixa. Die FDP war 2014-2020 nicht im Stadtrat. Bei der Stadtratswahl 2014 lag die Wahlbeteiligung bei 57,53 Prozent. 43,8 Prozent wählten die CSU, 35,78 Prozent die SPD und 20,42 Prozent die UWG. Von den 8300 Einwohnern Grafenaus sind 6800 wahlberechtigt (Stand: 31.1.2020). − ul

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