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Was die Hauzenberger besonders bewegt

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Hauzenberg hat derzeit 12100 Einwohner. 9943 von ihnen sind wahlberechtigt bei der Kommunalwahl am 15.März und entscheiden, wer in den nächsten Jahren das Bürgermeisteramt ausüben wird. Für die Stadtratswahl bewerben sich sechs Listen, zwei davon zum ersten Mal. −Foto: Riedlaicher

Infrastrukturprojekte sowie die Bereiche Information, Transparenz und Bürgerbeteiligung sind strittige Themen im Wahlkampf in Hauzenberg. Beispiele dafür sind die Kläranlage Kaindlmühle, das AEH-Heizwerk am Bahnhof oder die Suche nach einem Kindergarten-Standort. Hier zwei große Themen: Kläranlage Mehrfach zum Schlagabtausch gekommen war es zwischen Amtsinhaberin Gudrun Donaubauer und Peter Auer (CSU) im bisherigen Wahlkampf in Sachen Kläranlage und dem dort entstandenen Schaden. Im Zentrum stand die Auskunft der Bürgermeisterin über eine Bauwesenversicherung in der Stadtratssitzung am 4.Februar 2019. Eine "blöde Situation in einer angespannten Atmosphäre" sei dies gewesen, sagte die Amtsinhaberin auf dem PNP-Podium. "Innerhalb einer Millisekunde" habe sie die Antwort auf die Frage nach dem Bestehen einer solchen Versicherung geben müssen, sich vor ein Mitglied der Verwaltung gestellt und mit "Ja" geantwortet (die Versicherung war im Nachhinein abgeschlossen worden, Anm.d.Red.). Die CSU will das nicht gelten lassen, verweist darauf, dass dieselbe Frage innerhalb von 15 Minuten dreimal gestellt worden sei. Die Frage sei wissentlich nicht richtig beantwortet worden. Für neuen Streit sorgte dann Ende Februar das Informationsgebaren der Bürgermeisterin, wieder im Zusammenhang mit der Kläranlage. In dieser Anlage hatten Mitarbeiter am 20. Januar einen Sabotageakt entdeckt. Unbekannte hatten dort die technischen Einrichtungen manipuliert. Das Personal der Kläranlage hatte diese Manipulationen entdeckt, beseitigt und so schwere Schäden verhindert. Für Empörung sorgte bei den Stadtratsfraktionen die Tatsache, dass die Bürgermeisterin erst fünf Wochen nach dem Vorfall die Stadträte und die Bürger über diesen schwerwiegenden Vorfall und Kriminalfall in "ihrer Kläranlage" informierte. AEH-Heizwerk Zum Standort eines neuen Heizkraftwerks am Bahnhof und zur Bürgerbeteiligung dabei bemängelte Stefan Endl, dass schon Leitungen verlegt worden seien, obwohl die Baugenehmigung für das Heizwerk noch nicht vorliege. Evi Oberneder stellte sich hinter das Projekt am Bahnhof, weil durch die neuen E-Filter überhaupt kein Feinstaub ausgestoßen werde. "Jeder Holzofen daheim hat 90 bis 95 Prozent mehr Ausstoß." Auch seien die Anschlussnehmer zu bedenken – über 20 teils öffentliche Gebäude, darunter Rathaus, Schulen, Kirche und Gasthäuser. Dem schließt sich Gudrun Donaubauer an. "Wollen wir jetzt regenerative Energien oder nicht?", fragte sie und verwies auf auf das leistungsfähigere Gebäude, mit dem man neue Gebiete erschließen könne. Peter Auer regte an "etwas visionär zu denken". Schließlich gebe es auch in Jahrdorf ein Holzenergie-Unternehmen. "Können wir die beiden nicht zusammenfügen und Leitungen von Jahrdorf nach Hauzenberg bauen?", fragte er. Gudrun Donaubauer plädierte dafür, "das eine zu tun, ohne das andere zu lassen". Dies setze aber das Einverständnis beider Eigentümer voraus, der Stadtwerke Passau und der AEH. Allerdings ließe sich das nur verwirklichen, "wenn die AEH am Bürgerpark ist". − red

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