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Wallersdorf: Spannung nur bei den Listen

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Um den Chefsessel im Wallersdorfer Rathaus gibt es kein Gerangel.  − Foto: Birgmann

Ottmar Hirschbichler hat einen ruhigen Wahlkampf hinter sich. Auch dem Wahlsonntag kann der CSU-Politiker ruhig entgegensehen – denn der Wallersdorfer Bürgermeister hat keinen Herausforderer.

Vor sechs Jahren war das noch anders: 2008 bewarben sich um die Nachfolge von Helmut Wimmer gleich drei Kontrahenten – neben Hirschbichler noch Lisa Wax (ÖDP) und Georg Wintersperger (SPD). Zur Überraschung vieler Bürger machte der gelernte Banker aber bereits im ersten Wahlgang den Sack zu: Mit 66 Prozent ließ er Wax (12 Prozent) und Wintersperger (22 Prozent) keine Chance.

Ottmar Hirschbichler zieht nun alleine in den Wahlkampf – und stellt die Bilanz seiner ersten Amtszeit in den Mittelpunkt: "In den vergangenen Jahren wurden fast 25 Millionen Euro ohne Verschuldung investiert, für eine Marktgemeinde ist das eine hohe Summe", stellte er beispielsweise stolz in seiner Nominierungsrede fest.

Dennoch bleiben "Baustellen", denen sich Hirschbichler annehmen will und muss. Ganz vorne auf der Liste stehen die Entschärfung der Bahnunterführung in der Deggendorfer Straße und die Ansiedlung eines Drogeriemarktes. Für den ersten Punkt und die zähen Verhandlungen mit der Bahn hat das Gemeindeoberhaupt im vergangenen Herbst unerwartet eine Mitstreiterin gewonnen: Durch den überraschenden Einzug von Gemeinderätin Gudrun Zollner in den Bundestag versprechen sich die Wallersdorfer mehr Einflussmöglichkeiten auf die Konzernspitze. Der Drogeriemarkt dagegen wird ein hartes Brot: Hirschbichler hat zwar die Hoffnung noch nicht aufgegeben, doch ein Drogeriemarkt ist halt erst ab 10 000 Einwohnern rentabel.

Keine Überraschungen bietet die Liste der Gemeinderatskandidaten: Mit CSU, SPD, Freier Wählervereinigung, Jungen Bürgern, Freier Wählergemeinschaft, Frauenliste und ÖDP treten exakt jene Parteien und Gruppierungen an, die bereits Sitz und Stimme im Plenum haben. Interessant könnte höchstens sein, inwieweit sich die Verhältnisse verschieben.

Vor sechs Jahren schafften WG Moosfürth und Republikaner den Sprung in den Gemeinderat nicht mehr, sie treten heuer erst gar nicht mehr an. Gleichzeitig mussten Frauenliste und FWV je einen Sitz abgeben – die vier freien Sitze gingen an die Jungen Bürger (2) und die ÖDP (1), die seitdem zum ersten Mal im Marktgemeinderat vertreten sind, und an die CSU (1). − tom

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Bürgermeister Ottmar Hirschbichler.  − Foto: LNP

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