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Peter Schwankl (CSU) gewinnt das Rennen

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Bei der PNP-Podiumsdiskussion zur Wahl saßen Peter Schwankl (l.) und Klaus Pleintinger nebeneinander, beide traten gestern in der Stichwahl gegeneinander an. Zum Nachfolger für Helmut Vogl als Bürgermeister von St. Oswald-Riedlhütte wurde Schwankl gewählt. −Foto: Jöris

von Ursula Langesee
Peter Schwankl (CSU) ist der Nachfolger von Helmut Vogl (FWG) im Bürgermeisteramt. Er gewann mit 52,52 Prozent (1082 Stimmen) die Stichwahl im Briefwahlverfahren gegen Klaus Pleintinger (FBL), der noch am Sonntag ankündigte, sich aus der Kommunalpolitik zurück zu ziehen. "Ich bin überwältigt. Ich wusste, dass es knapp werden wird und bin deshalb sehr glücklich mit dem Ergebnis", sagte am Sonntag kurz nach 19 Uhr ein erleichterter Wahlsieger. Die Auszählung hatte der 37-jährige Rettungsdienstunternehmer – coronabedingt – zu Hause bei seiner Frau Michaela und den fast vierjährigen Zwillingen Jana und Elias abgewartet. Die Glückwünsche entgegen nehmen und ein Glas Wein trinken – mehr hatte Schwankl am Sonntag nicht mehr vor. "Mehr geht ja zur Zeit auch nicht. Eine große Party ist ja nicht möglich." Was er aber noch erledigte, war, das Höchstgebot für das Schneck-Bild von den vier Bürgermeisterkandidaten bei ihrem Bobby-Car-Rennen um den Einzug ins Rathaus in St. Oswald auf 600 Euro hoch zu treiben. Wie bei der PNP-Podiumsdiskussion zur Wahl Anfang März vorgeschlagen, sollte das Bild im Büro des künftigen Bürgermeisters seinen Platz finden. Pleintinger zieht sich aus Kommunalpolitik zurück "Mit 47,48 Prozent (978 Stimmen) bin ich so knapp unter der Latte durch", kommentierte Klaus Pleintinger seine Niederlage. "Das Ergebnis hatte ich so erwartet, wenn man das Verhältnis der Gemeindeteile St. Oswald und Riedlhütte zueinander sieht. In St. Oswald habe ich meine Prognose von 75 Prozent sogar übertroffen. 81 Prozent der Stimmen entfielen schließlich sogar auf mich. Aber in Riedlhütte und Reichenberg habe ich nach der Wahl vor zwei Wochen nicht so zulegen können, wie es nötig gewesen wäre. 47,48 Prozent sind für mich kein schlechtes Ergebnis. Ich wäre sicher der Gemeinde ein guter Bürgermeister gewesen, aber ich kann mit dem Stichwahlausgang gut leben. Ich möchte allen sehr, sehr herzlich danken, die mich unterstützt und gewählt haben." Seinem Konkurrenten Peter Schwankl wünschte er "alles, alles Gute fürs Bürgermeisteramt." Gleichzeitig kündigte der 57-Jährige am Sonntag an, dass er sich aus der Kommunalpolitik zurückziehen werde. Damit rutscht Johannes Graup für die Freie Bürgerliste nach. Er bekam bei der Wahl am 15. März 591 Stimmen. 83,47 Prozent hatten per Briefwahl abgestimmt Nachrücker für Bürgermeister Schwankl bei der CSU im Gemeindegremium ist Alexander Watzl. Er hatte vor zwei Wochen 554 Stimmen bekommen. Mit der FBL war eine vierte Partei in den Gemeinderat eingezogen und bekam auf Anhieb die meisten Sitze (5), auf die CSU entfielen 4, auf die SPD 3 und die FWG 2. So sieht nach den endgültigen Wahlergebnissen die Zusammensetzung des Gemeinderats ab 1. Mai aus: Bürgermeister Peter Schwankl (CSU), Ludwig Höcker, Peter Bachfischer, Matthias Häusler, Alexander Watzl (alle CSU), Thomas Urban, Florian Köhl, David Segl, Paul-Peter Ranzinger, Johannes Graup (alle FBL), Andreas Waiblinger, Christian Sterr, Stefan Büttner (alle SPD), Monika Lang, Michael Sammer (beide FWG). Von 2475 Wahlberechtigten in der Gemeinde St. Oswald-Riedlhütte haben am Sonntag 2066 (83,47 Prozent) per Briefwahl abgestimmt. 0,29 Prozent der Stimmen waren ungültig.

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