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Nichts Neues im Westen

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Zwei Fraktionen hat der Gemeinderat Teising, beide wollen bei dieser Wahl zulegen.  − Foto: Stephan Hölzlwimmer

Was war das doch spannend. Drei Kandidaten hatten sich beworben, keiner erreichte in der ersten Runde die absolute Mehrheit. Die Stichwahl musste entscheiden. Mit 51,72 zu 48,28 Prozent setzte sich Johann Hiebl, den die Teisinger Liste ins Rennen geschickt hatte, gegen Amtsinhaber Josef Bachmeier (CSU/ FoP) durch. Absolut betrug der Vorsprung gerade einmal 36 Stimmen.

Das ist lange her. 2002 war das. Seither geht es in Teising, gelegen ganz im Westen des Landkreises Altötting, weit weniger hoch her. Freilich wurde der Wahlkampf 2008, als CSU und Teisinger Liste fusionier-ten und ihnen mit den Freien Wählern nur noch ein Kontrahent entgegentrat, recht scharf geführt. Was das Amt des Gemeindeoberhauptes betrifft, gab es aber keine Überraschung – Hiebl war der einzige Kandidat, wurde mit 90,67 Prozent wiedergewählt.

Nun ist die Konstellation eine ähnliche, nur dass die Töne im Vorfeld weit weniger rau sind als noch vor sechs Jahren. Wieder tritt Hiebl an, wieder hat er keinen Gegenkandidaten. Die Frage ist nicht, ob, sondern mit welchem Stimmenanteil er gewählt wird. Viel auszusetzen gibt es sicherlich nicht. Mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt, der Schule und des Kanalnetzes sind die wichtigsten Hausaufgaben gemacht. Und finanziell steht Teising im Vergleich zu anderen Kommunen noch immer beneidenswert gut da.

Was die Gemeinderatswahl betrifft, steht eines fest: Jede der beiden Fraktionen verliert: Bei der CSU/Teisinger Liste treten zwei von acht Räten nicht mehr an, bei den Freien Wählern mit Martin Nützl an der Spitze ist die Quote dieselbe, einer von vieren kandidiert nicht mehr. Dass sich die Mehrheitsverhältnisse grundlegend ändern, davon ist nicht auszugehen, zu ungleich ist das Kräfteverhältnis. Teisinger Liste und CSU sind doppelt so stark wie die Freien Wähler: Das gilt für die Listen, für die 24 beziehungsweise zwölf Kandidaten aufgeboten wurden, ebenso wie für das Plenum: 8:4 heißt es dort. Noch. Beide Seiten hätten gerne etwas mehr.  − sh

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Johann Hiebl.

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