Auf dem Wahlportal von Donaukurier und PNP finden Sie Ergebnisse und Berichte rund um die Kommunalwahlen 2020

  Infos zu den Kandidaten

  Live-Ticker am Wahlabend

  Wahlergebnisse ab 18 Uhr

Neue(r) Chef(in) für die Kreisstadt

project

Wer wird im Mai in das Bürgermeister-Büro im Regener Rathaus einziehen? Ob die Entscheidung schon am 15. März fällt, ist fraglich bei fünf Bewerbern. Viele Regener rechnen mit einer Stichwahl. −Fotos: Archiv/luk/cz

Was wird aus dem Rodenstock-Areal? Wie gelingt eine Belebung der Innenstadt? Braucht die Stadt ein Landwirtschaftsmuseum? Wie ist dem Leerstand zu begegnen? Was passiert mit der Marcher Schule? Solche Fragen treiben die Bürger in der Stadtgemeinde Regen um – und damit auch die fünf Kandidaten, die sich um das Bürgermeisteramt in der Kreisstadt bewerben und die Nachfolge von Ilse Oswald (Freie Wähler) antreten wollen. Wenn es nach den Freien Wählern geht, soll auch in Zukunft eine Frau die größte Stadt im Landkreis führen. Die Freien Wähler setzen als einzige Gruppierung auf eine Kandidatin. Sabrina Laschinger hat bislang keinerlei (kommunal-)politische Erfahrung. Dennoch ist sie überzeugt: "In Regen, da geht noch was" – so der Wahlkampfslogan der 34-Jährigen. Dass sie sich reinhängen kann, beweist ihre berufliche Vita: Sie hat mehrere Abschlüsse (u.a. Eurokauffrau, Fremdsprachenkorrespondentin) vorzuweisen und ein Studium der Wirtschaftswissenschaften, das sie berufsbegleitend absolviert hat. 32 Jahre jung und politisch erfahrenMit ihren 34 Jahren ist die FW-Kandidatin aber nicht die Jüngste im Bewerber-Quintett. Andreas Kroner, der für die SPD antritt, ist zwei Jahre jünger als sie. Trotzdem hat der "Anderl", wie er zumeist in Regen genannt wird, lange kommunalpolitische Erfahrung. Als Nachrücker kam er im Jahr 2009 in den Stadtrat. Drei Jahre später war er im Alter von gerade einmal 24 Jahren zur Stelle, als der damalige SPD-Bürgermeisterkandidat Robert Sommer überraschend hinwarf. 24 Prozent der Wähler gaben ihm damals ihre Stimme. Seit 2014 ist der verheiratete Vater von zwei Kindern nicht nur Stadtrat, sondern auch 3. Bürgermeister und Kreisrat. Der SPD-Kandidat steht hinter dem "Grünen Zentrum", macht sich für Erhalt und Sanierung der Marcher Grundschule stark und verspricht eine schnelle Lösung der prekären Kindergarten-Situation. Als schnell umsetzbare Lösung für die Innenstadtbelebung schlägt der SPD-Kandidat einen zweiten Wochenmarkt am Stadtplatz und wöchentliche Konzerte vor. Mit einer Ideenwerkstatt will er mehr Bürgerbeteiligung umsetzen. Die CSU will denChef-Sessel zurückDen Chef-Sessel im Rathaus der Kreisstadt zurück zu erobern, dieses Ziel peilt die CSU an und schickt dafür den 50-jährigen Stadtrat und Catering-Unternehmer Wolfgang Stoiber ins Rennen. Die CSU war die erste Partei oder Gruppierung in der Kreisstadt, die für die Kommunalwahlen einen Kandidaten bestimmt hat. "Wir wollen Klarheit schaffen", begründete Regens Ortsvorsitzender Walter Fritz den frühen Zeitpunkt der Nominierung. Der Kandidat sollte ausreichend Zeit haben sich zu präsentieren. Seit 2014 sitzt Stoiber im Stadtrat. Auf Anhieb hatte er damals 2935 Wählerstimmen bekommen. Der gebürtige Regener, verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern, hat nicht nur als Caterer bewiesen, dass er belastbar ist. Als Chef der BRK-Bereitschaft praktiziert er Einsatzbereitschaft rund um die Uhr. Dabei setzt er auf Teamwork - "Mitanand statt gegaranand" hat er deshalb als Slogan für seine Politik gewählt. Seine Projekte als Bürgermeister von Regen? Den Leerstand in der Innenstadt beseitigen, die Kanalsanierung dauerhaft anpacken, die Dörfer fördern, stadteigene Baugebiete ausweisen, das Gewerbegebiet erweitern, die telefonische Erreichbarkeit im Rathaus und den Informationsfluss an den Stadtrat verbessern, Bürgerstammtische oder -sprechstunden einführen, einen Jugendrat gründen, das Insel- und Altstadtfest wiederbeleben und dazu die Vereine einbinden. Stoiber wünscht sich in Regen nicht nur ein "Genusszentrum", sondern auch ein Gründerzentrum, am besten auf dem Rodenstockgelände. Die Grundschule in March soll über das Jahr 2025 hinaus saniert werden. Schon zum dritten Mal bewirbt sich der 55 Jahre alte Robert Sommer um den Chefsessel im Regener Rathaus. Im Jahr 2006 war er für die SPD erstmals Bürgermeisterkandidat in Regen, sechs Jahre später trat er ein zweites Mal an. Allerdings warf er damals wegen privater Probleme hin. Mittlerweile ist Sommer aus der SPD ausgetreten. Deshalb geht er diesmal mit dem Slogan "frei.parteilos.unabhängig" als parteiloser Kandidat ins Rennen. Die politische Situation der Stadt Regen sei in einer Art und Weise verfahren, die ihn als Bürger nicht mehr kalt lasse. Er verspricht, als Bürgermeister wieder einen klaren Kurs vorzugeben und überfällige Zukunftsentscheidungen anzugehen. (Fortsetzung auf Seite 4)

Diesen Artikel weiterempfehlen: