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Liane Sedlmeier gewinnt die Stichwahl in Osterhofen

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Der große Abstand ist der momentanen Corona-Lage geschuldet: Bürgermeisterin Liane Sedlmeier (v.l.) strahlt über ihren Erfolg, Thomas Etschmann gab seine Blumen an Ehefrau Uschi weiter. −Foto: gs

Trotz 100 Prozent Briefwahl und Auszählung ohne Wahlparty im Rathaus: Der gestrige Stichwahl-Abend verlief echt spannend. Letztlich setzte sich Liane Sedlmeier (FW) mit 53,38 Prozent durch, sie bleibt Bürgermeisterin der Stadt Osterhofen. Thomas Etschmann erhielt 46,62 Prozent und verbesserte sich damit gegenüber der Wahl vor sechs Jahren um knapp sechs Prozentpunkte. Ausgezählt wurden die 6705 Stimmen (Wahlbeteiligung 68,39 Prozent) in acht Briefwahlbezirken. Das erste Ergebnis lief um 18.27 Uhr ein, da lag Liane Sedlmeier mit 59,29 Prozent vorne, Thomas Etschmann holte 40,71 Prozent. Nach und nach trudelten die Ergebnisse der weiteren Auszählungen ein. Sedlmeier blieb stets über der 50 Prozent-Marke, doch Etschmann holte immer mehr auf. Um 18.40 Uhr lag das Wahlergebnis vor: 3575 Stimmen für die Amtsinhaberin, 3122 Stimmen für den Herausforderer, 453 Stimmen machen den Unterschied. "Ich freue mich auf die nächsten sechs Jahre und dass ich wieder gewählt worden bin", sagte Liane Sedlmeier strahlend nach der Bekanntgabe des vorläufigen Wahlergebnisses durch Wahlleiter Markus Vierthaler im Vorraum des Trauungszimmers. Und gleich zu Beginn gratulierte sie ihrem Konkurrenten: "Du hast ein Wahnsinnsergebnis!" Etschmann habe die Wahl spannend gemacht und mehr als einen Achtungserfolg erzielt: "Ich möchte so einen Tag wie heute nie wieder mitmachen", sagte die Amtsinhaberin lachend. Etschmann: "Knapp, aber so sind Wahlen" Ihr ist es wichtig, den Wählern zu danken, die ihr die Stimme gegeben haben. Gleichzeitig ist sie sich sicher, auch wer sie nicht gewählt hat, war nicht gegen sie, sondern eben für Thomas Etschmann. Gemeinsam mit Fritz Gößwein, der bei der Wahl vor zwei Wochen ebenfalls angetreten war, hatte sich ein starkes Team um das höchste Amt in Osterhofen beworben. Der Dank Sedlmeiers galt auch Wahlleiter Markus Vierthaler und seinem Team, die in den vergangenen zwei Wochen bis zur Stichwahl erneut unter hohem Zeitdruck standen, vom Druck der Stimmzettel bis zur Auszählung. Thomas Etschmann gratulierte Sedlmeier zum erneuten Wahlerfolg – "knapp, aber so sind Wahlen", meinte er. Er wünschte Sedlmeier viel Erfolg für die nächsten sechs Jahre und "ein glückliches Händchen". Er selbst werde sich weiter im Stadtrat für die Belange der Bürger engagieren, "da ziehen wir beide an einem Strang", meinte er zu Sedlmeier gewandt. Etschmann bleibt Hauptschullehrer "mit Herz und Seele" Thomas Etschmann bleibt weiterhin "mit Herz und Seele" Hauptschullehrer. Nach der momentanen Zwangspause der Schulen und den Osterferien werde er sich wieder voll den Schülern widmen. Auch sein Dank galt der Verwaltung, der die Kandidaten "nochmal solche Unannehmlichkeiten bereitet" haben. Geschäftsleiter Josef Feuerecker gratulierte Sedlmeier im Namen der Belegschaft zur Wiederwahl und versprach, alle werden sich weiterhin loyal, mit Engagement, Ideen und Kompetenz in die Arbeit einbringen. Zudem gratulierte er Thomas Etschmann als "zweiten Sieger". Für beide hatte Feuerecker Blumensträuße bereit gestellt, konnte sie aber in Zeiten des Abstandhaltens nicht persönlich überreichen: "Bitte selbst abholen", rief er die Kandidaten auf. Kommunalpolitik sei in Osterhofen von Sachlichkeit und Miteinander geprägt Sein Dank galt allen Bewerbern, dass der Wahlkampf vor der Stichwahl angesichts der Corona-Pandemie "gleich Null" und auch in den Wochen davor fair und sachlich ohne Instrumentalisierung der Verwaltung erfolgt sei, "eine sehr positive Erfahrung", sagte Feuerecker. Es sei wichtig, dass keine Kämpfe zwischen Stadtrat, Verwaltung und Bürgermeistern erfolgten und er hoffe, dass dies so weiter gehe: "Ich glaube, dass der Bürger das auch so zu schätzen weiß", meinte der Geschäftsleiter der Stadtverwaltung. Die Kommunalpolitik sei in Osterhofen von Sachlichkeit und Miteinander geprägt. Die Bekanntgabe der Ergebnisse erfolgte kurz und nur mit wenigen Beteiligten, vor allem ohne anschließende Wahlparty. Josef Feuerecker wünschte zum Abschluss allen, dass sie gut durch diese schwierige Zeit der Pandemie kommen. − gs

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