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Keine Frage: Gschwendtner für Marktl

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Marktl, mit Papst Benedikt weltbekannt geworden, ist wieder eine "ganz normale", kleine Marktgemeinde, idyllisch am Inn gelegen und mit hohem Wohn- und Freizeitwert sowie mit einem aktiven Vereinsleben gesegnet.  − Foto: Kleiner

Das ist keine Frage: Hubert Gschwendtner ist seit 1996 Bürgermeister der kleinen Marktgemeinde am Inn – und der SPD-Mann wird es auch die nächsten sechs Jahre bleiben: Der 65-jährige Konrektor i. R. ist der einzige Kandidat.

Im Gemeinderat wird es insofern einen Schnitt geben, als die bisherigen CSU-Gemeinderatskandidaten alle nicht mehr kandidieren. Die CSU hat heuer erstmals eine gemeinsame Liste mit den Freien Wählern (FW) aufgestellt.

Hubert Gschwendtner hat vor acht Jahren als Bürgermeister die plötzliche Berühmtheit Marktls, die regelrechte Media-Marktl-Manie im Zusammenhang mit der Wahl von Kardinal Ratzinger zum Papst, gestemmt, gab damals ein Interview nach dem anderen – und hat erst kürzlich vermelden können, dass auch ein Jahr nach dem Rücktritt des Papstes der Förderverein Freundeskreis Marktl, Geburtsort von Papst Benedikt, keinen tiefen Einbruch hatte verzeichnen müssen. Damals, vor acht Jahren, hatte Joseph Ratzinger durch seine Wahl zu Benedikt XVI. die 2700-Einwohner-Gemeinde an der oberbayerisch-niederbayerischen Grenze schlagartig weltberühmt gemacht. Binnen kurzer Zeit wuchs die Besucherzahl im Ort auf das Hundertfache an. In den Anfangsjahren verzeichnete die Marktgemeinde mehrere hunderttausend Touristen pro Jahr. Jetzt ist es etwas ruhiger, und die Gemeinde, in der es ein aktives Vereinsleben gibt, kann sich wieder mehr auf sich selbst konzentrieren.

Ein "brennendes" Thema in der Gemeinde ist aktuell die Engstelle am Bruckberg – auch sie dürfte zwischenzeitlich international bekannt sein – jedenfalls bei den Lastwagenfahrern. Die, wenn sie sich auf die Navis verlassen, hängen nämlich immer wieder an der Engstelle fest – der Landkreis besserte zwar nach, doch es hat noch nicht gereicht. Vor einigen Tagen erst hat der Landrat zugesichert, hier noch einmal nachzubessern.

Das Thema Verkehr mit dem Bau der neuen Innbrücke haben die Marktler hinter sich gebracht – was vor ihnen liegt, sind kleinere, aber wichtige Ziele: Schuldenabbau, die Ansiedlung von weiterem Gewerbe, die Lösung der problematischen Situation im Ortskern mit Leerständen und verfallenden Häusern. Der Tourismus soll nach Ansicht von Gschwendtner weiter gepflegt und ausgebaut werden – Papstgeburtsort ist Marktl ja weiterhin –, ebenso die Faktoren Naherholung und Freizeitangebot.  − ina

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Bürgermeister Hubert Gschwendtner peilt nach 1996, 2002 und 2008 die vierte Amtszeit an.

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