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Iggensbach steht vor einem Neuanfang

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Die Pfarrkirche Maria Namen in Iggensbach.  − Foto: By Konrad Lackerbeck (Own work) [CC-BY-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/3.0)], via Wikimedia Commons

Der neue Bürgermeister der knapp über 2000 Einwohner zählenden Gemeinde Iggensbach kommt aus Gstein oder aus Reichenbach.

Weil der seit 18 Jahren amtierende Alois Zellner (CSU) in der Nominierungsversammlung Anfang Januar überraschend seinen Rückzug bekannt gab, müssen sich die etwa 1650 wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürger am 16. März entweder für Gemeinderat Wolfgang Haider (Gstein) oder für Politneuling Markus Zitzelsberger (Reichenbach) entscheiden. Der 65-jährige Vertriebsleiter i. R. wird von der Unabhängigen Bürgerliste (UBL) und vom SPD-Ortsverband Iggensbach unterstützt. Sein Herausforderer, der 34 Jahre alte Lehrer für musische Fächer, hat die Wählerlisten WIR aus Reichenbach und den CSU-Ortsverband Iggensbach hinter sich.

Im Iggensbacher Gemeinderat werden in der neuen Amtsperiode einige Stühle neu besetzt, nachdem Bürgermeister Alois Zellner (CSU), Hermann Kufner (Junge Liste), Oskar Wagenpfeil (CSU), Christian Zink (UBL) und dritter Bürgermeister Martin Zitzelsberger (CSU) für eine weitere Kandidatur nicht mehr zur Verfügung stehen. Insbesondere für die CSU wird es schwer werden, das Wahlergebnis von 2008 zu wiederholen, weil mit Alois Zellner und Oskar Wagenpfeil die Stimmenkönige (1423 und 900) wegfallen. CSU und Junge Liste kamen vor sechs Jahren auf 14 435 Stimmen, gefolgt von der UBL (7746) und SPD mit 7551 Stimmen.

Die UBL schickt mit Egon Planazs und Wolfgang Haider wieder ihre zwei Zugpferde ins Rennen, die bei der letzten Kommunalwahl 1451 und 1086 Stimmen holten. Bei der SPD tritt Stimmenkönig Helmut Simmerl (1067) wieder an, während Vize Heinz Schiller (1063) im vergangenen Jahr frustriert das Handtuch geworfen hat und Ortsvorsitzender Wolfgang Schwarz (609) in den Gemeinderat nachrückte.

Die bisherige Sitzverteilung im Iggensbacher Gemeinderat: CSU fünf Sitze (35,40 Prozent), UBL vier Sitze (26,10 Prozent), SPD drei Sitze (25,40 Prozent) und Junge Liste zwei Sitze (13,10 Prozent). Bei der Wahl 2008 hatte Bürgermeister Alois Zellner mit Egon Planazs und Heinz Schiller zwei Mitbewerber. In die Stichwahl am 16. März 2008 kam der UBL-Herausforderer. Amtsinhaber Alois Zellner hat sich am Ende mit 29 Stimmen Vorsprung gegen Egon Planazs durchgesetzt. Die Wahlbeteiligung lag bei 74,78 Prozent und bei der Stichwahl bei 76,93 Prozent.

Die Marschroute von Markus Zitzelsberger von der Bürgerliste WIR:

respektvoller Umgang im Gemeinderat,

Fortschritt in den Bereichen Wohnraum, Infrastruktur und Industrieansiedlung,

mehr Mitbestimmung an gemeindlichen, den Bürger betreffenden Entscheidungsprozessen,

konstruktive Zusammenarbeit von Bürgermeister, Gemeinderat, Verwaltung und Bauhof,

Aufruf an die Bürgerinnen und Bürger, Mut zu Veränderungen zu zeigen und uns eine Chance zu geben.

Die Ziele von Wolfgang Haider:

Weichen stellen für einen moralischen und wirtschaftlichen Neuanfang,

Ansehen der Gemeinde positiv gestalten,

vorhandene Strukturen überprüfen und eventuell neu organisieren,

mehr Transparenz wagen,

Bürgeranliegen zügig und zuverlässig ausführen,

Verbesserung der Infrastruktur,

geplante Baumaßnahmen (Überflutungsschutz Bahnhofstraße/Rosenweg, Kläranlagensanierungen, Kreisverkehr an der Umgehungsstraße) durchführen,

Schaffung Baugebiet für Familien und Gewerbegebiet in Iggensbach,

Erhalt der Schule, Breitbandausbau und verbesserter Lärmschutz an der Autobahn.  − rb

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Markus Zitzelsberger.

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Wolfgang Haider.

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