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Hopfenspergers Harmonie

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Das Pilstinger Rathaus bleibt fest in der Hand des Amtsinhabers. Er ist der einzige Kandidat.  − Foto: Birgmann

So spannend wie vor sechs Jahren, als der CSU-Kandidat Josef Hopfensperger in der Stichwahl mit 269 Stimmen Vorsprung vor Franz Xaver Bauer (UCF) gewann und erstmals Bürgermeister wurde, wird es heuer nicht. Mit seinem harmoniebetonten, unparteilichen Führungsstil hat er den gesamten Marktgemeinderat hinter sich geeint, so dass andere Parteien und Gruppierungen heuer auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten verzichten. Damit ist dem 60-Jährigen die zweite Amtszeit sicher.

Haben die Pilstinger bei ihrer Bürgermeisterwahl wenig "Wahl", wird zumindest das Angebot für den Marktgemeinderat ein wenig größer: Neben den etablierten Parteien und Listen CSU/FWG, FBL, FW und SPD/FW tritt heuer erstmals die Anfang Dezember gegründete "Liste dahoam" an. Ganz neu sind die Gesichter allerdings nicht: Mit Franz Egerer, im aktuellen Marktgemeinderat Fraktionsmitglied der SPD/FW, steht ein bekanntes Gesicht an der Spitze der neuen Gruppierung.

Bei der Gründungsversammlung im Dezember rechtfertigte Egerer die "Liste dahoam" mit dem Argument, es gebe in der Gemeinde keine "freie und unabhängige Liste". Eben das schreibt sich die neue Gruppe auf die Fahnen: Unabhängigkeit, Freiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung. "Heimat und Individualität zeichnen uns aus, Ideologien und Intrigen lehnen wir ab", betonte Egerer bei der Gründung. Auf einen eigenen Bürgermeisterkandidaten wurde aber verzichtet. Auch die "Liste dahoam" unterstützt Hopfensperger und stimmte bereits in den Kanon der Pilstinger Unparteilichkeit mit ein, als der Listenführer versicherte: "In unserer Gemeinde zählt der Mensch und nicht die Partei."

SPD/FW muss neben Franz Egerer in der nächsten Wahlperiode noch ein weiteres bekanntes Gesicht entbehren: Nach 36 Jahren im Marktgemeinderat tritt Albert Störringer nicht mehr an. Spitzenkandidatin ist Isabella Zeller, auf Platz zwei folgt mit Monika Rudolf das letzte SPD/FW-Mitglied des aktuellen Gemeinderats.

CSU/FWG und FBL setzen weiterhin auf Bewährtes: Seit 30 Jahren gehen diese beiden eine Listenverbindung bei den Kommunalwahlen ein und tun dies auch heuer, angeführt von Bürgermeister Josef Hopfensperger. Sie wollen "bürgerfreundliche, zukunftsorientierte und auf das Gemeinwohl orientierte Politik gestalten". Ein wesentlicher Aspekt davon ist ein solider Gemeindehaushalt und der Abbau der Schulden.

Viele Bekannte aus dem derzeitigen Marktgemeinderat finden sich auch auf der diesjährigen Liste der FW Pilsting: Martin Laimer, Helmut Lau, Josef Beer und Heinz Schug. "Bürgerlich und sachbezogen" soll ihre Art der Kommunalpolitik sein, bekräftigten sie bei der Listenaufstellung.

Primus anno 2008 war die CSU/FWG, die acht der 20 Sitze im Gemeinderat holte. Den neunten hatte sie an die UpW/FW verloren, die fünf Mandate gewann. Auf FBL/CSU entfielen vier Sitze, auf SPD/FW drei. Neben Albert Störringer werden drei weitere Markträte nicht mehr antreten: Markus Schindler (CSU/FWG), Konrad Hellerer (FBL) und Walter Reindl (UpW/FW). − ska

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Bürgermeister Josef Hopfensperger.  − Foto: LNP

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