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Große Investitionen wurden getätigt

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Die Länderbrücke ist ein Wahrzeichen von Laufen. Sie gilt als eine der schönsten Brücken Europas und ist ein Nadelöhr für den Pendlerverkehr.  − Foto: Hannes Höfer

Bürgermeister Hans Feil (CSU) sieht Laufen auf der "Überholspur". Vieles sei geschehen in den letzten sechs Jahren. Der Schlachthof nicht nur saniert, sondern EU-zertifiziert, die Staatsstraße 2103 ausgebaut. Die letzten Ortsteile wurden und werden an das Kanalnetz angeschlossen. Die Kinderkrippe ist bereits in Betrieb, Hort und Kindergarten sind gerade in Bau.

Aber es steht noch einiges an: Das 30 Jahre alte Feuerwehrhaus ist marode, ein neues muss gebaut werden. Auch das Gebäude des Löschzuges Leobendorf ist früher oder später fällig. Eine Turnhalle, eine Mensa und ein Jugendzentrum sind ebenfalls fest vorgesehen. Rund sieben Millionen Euro an neuen Darlehen wird der Haushalt 2014 aufweisen.

Letztlich gehe man nur die drängendsten Probleme an, kritisiert dagegen Isabella Zuckschwerdt, Bürgermeisterkandidatin von ufb (unabhängig-fair-bürgernah). Die Tiefgaragensanierung wäre längst fällig gewesen, durch die Verzögerung habe sich deren Zustand erheblich verschlechtert. Zur Neugestaltung des Stadtparks sei es nur durch die Mittel aus dem Konjunktur-Paket II gekommen. Und zu den diversen Kinderbetreuungsprojekten hätten staatliche Vorgaben die Stadt letztlich gezwungen. Selbst den einen großen Gewerbebetrieb könnten sich weder Bürgermeister noch Geschäftsleiter an die Fahne heften.

Umstritten ist ein mögliches Einzelhandelszentrum bei Mayerhofen. Der Erlös für die Fläche von 1,2 Millionen Euro war bereits Bestandteil des Haushalts 2013. Nicht wenige befürchten mit einem Lebensmittel-Vollsortimenter, einem Drogerie-Markt, einem Schuh- und einem Textilgeschäft ein Ausbluten der Innenstadt. Stadt und Verwaltung sollten sich stattdessen um eine Stärkung des innerstädtischen Handels bemühen, fordern sie.

Ein großes und kaum lösbares Problem: der Pendlerverkehr von und nach Österreich. Mit der erhofften stadtnahen Entlastungsbrücke wird es nichts. Einig ist man sich in Laufen, dass Salzburg mehr zur Lösung des Problems beitragen muss.

Obwohl man in Sachen Ortsumfahrung nun kurz vor dem Planfeststellungsverfahren steht, ist die sogenannte Naturlandtrasse weiterhin umstritten. Die Kritiker fordern von Stadt und Staatlichem Bauamt einen "Plan B", weigern sich doch die Grundbesitzer bislang, Flächen für die Trasse abzugeben.

Zur Frage der Wasserversorgung müssen baldmöglichst die Weichen gestellt werden, denn der Vertrag mit der Surgruppe läuft zum Jahresende aus. Vor allem die Grünen befürworten eine Teilversorgung mit dem weniger nitrathaltigen Wasser aus Oberndorf. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze stieg in den letzten Jahren in Laufen deutlich, ebenso die Zahl der Einwohner. Allein im Baugebiet Malerfeld entstehen derzeit rund 80 Wohnungen. Auch in Leobendorf soll es ein neues Baugebiet geben.  − höf

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Isabella Zuckschwerdt (ufb).

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Hans Feil (CSU).

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