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Generationswechsel im Kreistag

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Blick in den Großen Sitzungssaal des Traunsteiner Landratsamtes während einer Kreistagssitzung. −Foto: Seifert

70 Lokalpolitiker und dazu der direkt gewählte Landrat gehören im Landkreis Traunstein dem Kreistag an – die Größe des Gremiums richtet sich nach der Einwohnerzahl. Bei der Kommunalwahl am 15. März deutet sich ein Generationswechsel in dem wichtigen Gremium an – nicht nur, weil die neue Junge Liste erstmals mit einem Kandidaten-Tableau antritt. 15 verdiente Kommunalpolitiker finden sich nicht mehr auf der Kandidatenliste. 55 Kreisräte bewerben sich um WiederwahlBei der CSU scheiden die (früheren) Bürgermeister Bernd Gietl (Bergen), Hans Gnadl (Nußdorf), Johann Hellmeier (Tacherting) und Hans Spiel (Pittenhart) auf eigenen Wunsch aus, dazu der langjährige Fraktionssprecher Karl Kaditzky aus Traunstein, Robert Aigner aus Fridolfing und Franz Helmberger aus Palling. Bei der SPD sucht man Traunsteins Altoberbürgermeister Fritz Stahl ebenso vergeblich auf der Kandidatenliste wie die Dritte Bürgermeisterin der Kreisstadt, Traudl Wiesholler-Niederlöhner, und den Grassauer Rathaus-Chef Rudi Jantke. Bei der FW/UW treten die (früheren) Bürgermeister Benno Graf (Chieming), Josef Heigenhauser (Reit im Winkl) und Vitus Pichler (Schnaitsee) ebenso nicht mehr an wie der langjährige Bürgermeister-Stellvertreter von Altenmarkt, Hans Stoiber. Und bei der Bayernpartei zieht sich Urgestein Alfons Baumgartner aus Grassau aus dem Kreistag zurück. Im Umkehrschluss bedeutet das: 55 amtierende Kreisräte bewerben sich um eine Wiederwahl, darunter auffälligerweise alle Kreisräte der Grünen und der ÖDP. Sie alle müssen aber mehr oder weniger um eine Wiederwahl zittern, denn die Konkurrenz ist deutlich größer geworden. Linke, Junge Liste und AfD sind neu im BootAktuell hat die CSU 29 Sitze plus Landrat Siegfried Walch, die FW/UW, SPD und Grüne stellen je elf Kreisräte. Die Bayernpartei kam auf vier Sitze, die ÖDP auf deren drei. Sandra Sonntag zog 2014 für die FDP ins Gremium ein, lief aber im Laufe der Legislaturperiode zu den Freien Wählern über. Die genannten sieben Parteien und Gruppierungen haben auch heuer wieder Kandidatenlisten aufgestellt, müssen sich aber der Konkurrenz von drei weiteren Gruppierungen stellen: Bewerber für den Kreistag haben diesmal auch die Linken, die Junge Liste und die AfD nominiert. Die Liberale Initiative Zukunft (L!Z) um den früheren Traunreuter Bürgermeister-Kandidaten Michael Mollner konnte im Vorfeld nicht genügend Unterstützerunterschriften sammeln und wurde vom Wahlausschuss deshalb nicht zugelassen. Die neue Sitzverteilung wird frühestens am Montagabend, 16. März, feststehen, die Namen der neuen Kreisräte wohl erst im Verlauf des Mittwochs, 18. März. Die Heimatzeitung wird wie gewohnt aktuell und ausführlich berichten. − rse

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