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Flächenverbrauch im Brennpunkt

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Michaela Kaml (ÜPW/SPD).

Zügig steuert die drittgrößte Gemeinde im Landkreis auf die 10 000-Einwohner-Marke zu. Ist Ainring mit seinen 57 Ortsteilen einerseits noch stark landwirtschaftlich geprägt, so sind andererseits vor allem entlang der B 20 und der B 304 große Gewerbeansiedlungen entstanden. Nichts symbolisiert diese Gegensätze zwischen Tradition und Moderne besser als die beiden Hauptorte Ainring und Mitterfelden. Gerade die Ausweisung von neuen Gewerbegebieten war ein Thema, über das in den letzten Jahren intensiv und kontrovers diskutiert wurde.

Die Entwicklung der großen Flächengemeinde zielgerichtet zu steuern, stellt einen hohen Anspruch an die politischen Gremien. Seit zwölf Jahren steht Bürgermeister Hans Eschlberger (CSU) an der Spitze des 24-köpfigen Gemeinderates, wobei er derzeit auf eine deutliche Mehrheit seiner CSU-Parteikollegen zurückgreifen kann. Diese Mehrheitsverhältnisse zu ändern, ist eines der Hauptanliegen von Michaela Kaml, die als Bürgermeisterkandidatin von ÜPW (Überparteiliche Wählergruppe) und SPD den Hut in den Ring wirft. "Da Politik für mich Neuland ist, kann ich unbeschwert und unbefangen an diese Aufgabe herangehen", sagt die 47-jährige gelernte Mediendesignerin. Neben einer "vernünftigen und bedarfsorientierten" Gewerbepolitik stellt Michaela Kaml die Verbesserung der Situation für Jugendliche und Senioren in den Mittelpunkt ihres politischen Handelns.

Mit seiner 18-jährigen Gemeinderatszugehörigkeit gehört Hans Pöllner, Spitzenkandidat der UBL (Umweltorientierte Bürgerliste), zu den altgedienten Politprofis. "Eindämmung des Flächenverbrauchs, dezentrale Lösungen im Rahmen der Energiewende und Verhinderung des Tetrafunks", so beschreibt Pöllner die Hauptanliegen seiner Gruppierung. Und dann wünscht er sich noch, dass die UBL zukünftig stärker im Gemeinderat vertreten ist, "damit wir umweltbewusste Gemeindepolitik aktiv mitgestalten können".

"Ich will mich besonders dafür einsetzen, dass unsere Nachkommen dieselben Lebenschancen haben wie wir heute", hebt Hans Eschlberger als sein zentrales Anliegen hervor, sollte er wieder zum Bürgermeister gewählt werden. Die Sicherung der qualitativ hochwertigen Trinkwasserversorgung in kommunaler Hand und die Entwicklung neuer Formen der Bürgerbeteiligung nennt er als weitere vordringliche Ziele. Und was hat ihn bewogen, wieder zu kandidieren? "Ich will meine Arbeit für die Gemeinde fortsetzen, weil sie mir Freude macht."  − nh

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Hans Eschlberger (CSU).

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