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Ein Bürgermeisterkandidat, zwei Listen

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Die Bedürfnisse der Vereine und kirchliche Belange prägen das Gemeindeleben in Reischach stark: Blick auf das Vereinsheim und die Pfarrkirche St. Martin.  − Fotos: Buchberger/Brandl

In Reischach ist Herbert Vilsmaier der einzige Kandidat um das Amt des ersten Bürgermeisters. Er hatte den Posten des Rathauschefs im Jahr 2010 vom schwer erkrankten Franz Donislreiter übernommen, der zurücktreten musste und Ende Februar 2013 im Alter von nur 53 Jahren seiner Krankheit erlag.

Schon im Juli 2013 hatten die Freien Wähler von Reischach Vilsmaier für eine weitere Wahlperiode für das Amt nominiert: Man setze damit auf Kontinuität, sagte der damalige Vorsitzende des FW-Ortsvereins, Dr. Peter Demmelhuber. Vilsmaier habe bis dahin schon bewiesen, dass er die Kompetenz für den Posten mitbringe, er führe das Amt bürgernah, mit viel Sachverstand und hohem persönlichen Einsatz. Es seien etliche wichtige Projekte realisiert oder zumindest auch auf den Weg gebracht worden, etwa Baugebiete oder das Gewerbegebiet Fuchshub.

Das konnte offenbar auch die zweite Gruppierung im Gemeinderat, CSU/Unabhängige, unterstützen und verzichtete darauf, einen eigenen Kandidaten zu präsentieren. Damit dürfte einer erneuten Wahl des amtierenden Gemeindeoberhauptes nichts im Wege stehen.

Welch großen Rückhalt Vilsmaier in der Bevölkerung genießt, zeigte sich bei seiner außertourlichen Wahl im Juli 2010: Exakt 1186 Wähler oder 95,8 Prozent der Wahlteilnehmer haben ihr Kreuzchen bei ihm gemacht. Freilich war er auch damals der einzige Kandidat. Dem 67-Jährigen nimmt man es ab, wenn er sagt, dass er den ehrenamtlichen Posten mit viel Freude ausübt, denn: "Ich habe immer gerne Leute um mich gehabt!"

Die beiden Gruppierungen hatten seit Vilsmaiers Amtsantritt im Gemeinderat fast eine Patt-Situation: CSU/Unabhängige haben sieben Vertreter im Rat, die Freien Wähler mit Herbert Vilsmaier acht. Doch können Beobachter des Gemeinderatsgeschehens ohnehin kaum Konstellationen beobachten, bei denen es auf den "Fraktionszwang" ankäme, bei denen trennscharfe Konfliktlinien zwischen den Fraktionen verlaufen. Wenn sie überhaupt an die Oberfläche treten, werden sie in aller Regel pragmatisch, kollegial und ohne alle parteipolitische "Scheuklappen" gelöst.  − mbu/afb

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Herbert Vilsmaier.

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