Auf dem Wahlportal von Donaukurier und PNP finden Sie Ergebnisse und Berichte rund um die Kommunalwahlen 2020

  Infos zu den Kandidaten

  Live-Ticker am Wahlabend

  Wahlergebnisse ab 18 Uhr

Dreikampf in der Wallfahrtsstadt

project

Wer zieht ins Rathaus – im Bild links in Sichtweite der Gnadenkapelle und der Klosterkirche St. Magdalena – ein? Drei Bürgermeisterkandidaten und fünf Parteien stehen zur Wahl.  − Foto: sh

Das gab es zum bislang letzten Mal vor zwölf Jahren: Als die Kommunalwahl 2002 anstand, wurden drei Bewerber um das Amt des Bürgermeisters ins Rennen geschickt. Zwei davon sind nun erneut Kontrahenten: Amtsinhaber Herbert Hofauer von den Freien Wählern (FW) und Hubert Rothmayer (SPD), der damals mit 3,5 Prozent weit abgeschlagen Letzter wurde.

Dieses Mal will der Genosse deutlich besser abschneiden und setzt dabei auf eine SPD, die sich im Aufwind wähnt, seit sich die Führung des Ortsvereins neu aufgestellt hat. Die Chancen dafür stehen gut, ist Rothmayer doch diesmal Herausforderer Nummer eins. Denn die CSU stellt keinen Kandidaten. Sie hatte schon im April 2013 eine entsprechende Vereinbarung mit den FW getroffen, die im Gegenzug darauf verzichteten, Bürgermeister Hofauer als Stimmenmagnet auf ihre Liste zu nehmen.

Der dritte Mann, der nominiert wurde, ist Günther Vogl von den Republikanern. Und auch wenn sie – offiziell – dem Wähler im Sinne der Demokratie zuvorderst eine Alternative bieten wollen, so geht es ihnen doch gerade auch darum, mit diesem Schachzug ihre Chancen bei der Stadtratswahl zu erhöhen. Dass sie dabei auch auf Franz Schneiderbauer setzen, ihn auf Platz fünf ihrer Liste gewählt haben, obwohl er vor zwei Jahren aus gesundheitlichen Gründen als amtierender Stadtrat zurückgetreten ist, hat für viel Kopfschütteln gesorgt.

Schwung für die Stadtratswahl erhofft sich auch die SPD von der Bürgermeisterkandidatur Rothmayers. Denn ein Erfolg im Kampf um den Chefsessel im Rathaus ist aussichtslos – anders als das Bemühen um den dritten, eventuell sogar den vierten Sitz im Plenum, den die Roten anstreben.

Die zwei stärksten Fraktionen im Stadtrat wollen ihre Position behalten – wenn nicht gar ausbauen. Die CSU stellt zwölf von 24 Räten und schielt auf den 13. Sitz, der die absolute Mehrheit bedeuten würde. Genau das wollen die FW verhindern, sonst ihre derzeit neun Plätze behalten – mindestens.

Das Zünglein an der Waage könnte die FDP sein – mit Dr. Rudolf Saller an der Spitze. Von 2002 bis 2008 war er bereits einmal im Plenum, für die FW. Nun will er zurück, nicht zuletzt wegen des umstrittenen Bauvorhabens an der Trostberger Straße, dem der Stadtrat eine Abfuhr erteilt hat – im letzten Verfahrensschritt. Ein Unding, wie Saller findet. Weil es darüber zum Zerwürfnis mit der CSU, für die er eigentlich hatte kandidieren wollen, kam, suchte er eine Alternative, forcierte die Gründung der FDP und stellte mit ihr eine – wenn auch kleine – Liste auf.

Unabhängig davon, ob die Republikaner es erneut und die FDP neu in den Stadtrat schaffen: Das nächste Plenum wird ein anderes Gesicht haben. Denn dass es viel Wechsel geben wird, das ist klar. Sechs amtierende Stadträte – vier von der CSU und zwei von den Freien Wählern – kandidieren nicht mehr. Immerhin ein Viertel der Sitze wird also neu besetzt, mindestens.  − sh

project

Hubert Rothmayer (SPD).

project

Günther Vogl (REP).

project

Herbert Hofauer (FW).

Diesen Artikel weiterempfehlen: