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Diese Drei greifen nach dem Landrats-Amt

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−Foto: Kleiner

Drei Kandidaten bewerben sich am 15. März um den Posten des Landrats von Altötting. Amtsinhaber Erwin Schneider (CSU) ist seit dem Jahr 2000 Landrat von Altötting. Der 58-Jährige lebt zusammen mit seiner Frau Martina und den drei Töchtern in Pleiskirchen. Er ist gelernter Landwirt und studierter Agrarwissenschaftler, bevor er Berufspolitiker wurde, war er Geschäftsführer beim Arbeitgeberverband Land- und Forstwirtschaft. Der CSU-Politiker wurde 1990 zum Bürgermeister seiner Heimatgemeinde gewählt. 1994 schaffte er über die Oberbayernliste seiner Partei den Einzug in den Bayerischen Landtag, dem er bis zu seiner Wahl zum Landrat angehörte. Streitbar ist der Landrat, etwa wenn es um die Einführung der Biotonne geht ("Nur über meine Leiche") oder wenn er eine "Ideologie" am Werk sieht, etwa beim Thema Landwirtschaft. Wichtige Themen sind ihm die Verbesserung der Versorgungsqualität an den Kliniken sowie Investitionen in die kreiseigenen Einrichtungen (Straßen, Schulen, Landratsamt). Monika Pfriender (Grüne) lebt in Neuötting und hat zwei erwachsene Kinder. Von Beruf ist die 57-Jährige Steuerfachangestellte in einer Steuerberatungsgesellschaft. Seit 1996 ist sie Mitglied im Kreistag und hier auch Grünen-Fraktionssprecherin. Viele Jahre war sie auch Kreisvorsitzende ihrer Partei. Ebenfalls bewarb sie sich mehrere Male um ein Landtagsmandat. Pfriender hat aus eigenen Erfahrung am Bauernhof eine Affinität zur Biolandwirtschaft, setzt sich für die Vermarktung regionaler Lebensmittel ein. Als Mitglied im Verwaltungsrat der Kreiskliniken gibt sie Landrat Schneider Kontra. Weitere Schwerpunkte sind der Klima- und der Trinkwasserschutz, die Eindämmung des Flächenverbrauchs und Schulinvestitionen. Thomas Schwembauer (AfD) ist aufgewachsen in München und Heidelberg, lebt seit rund fünf Jahren mit Lebensgefährtin und Tochter in Burghausen, wohin verwandtschaftliche Beziehungen bestehen. Der 54-Jährige hat ein Maschinenbau- und ein Philosophie-Studium abgeschlossen. Beruflich war er als Personalberater und Patentreferent tätig, ehe er im Dezember 2018 persönlicher Referent eines AfD-Landtagsabgeordneten wurde. Der auch in seiner Partei umstrittene AfD-Kreisvorsitzende hatte sich 2018 selbst um ein Bezirkstags- und um ein Landtagsmandat beworben. Zur Begründung seiner Kandidatur schrieb er in einer Pressemitteilung: "Wir wollen uns beispielsweise im Kreis dafür einsetzen, dass die PFOA-Problematik und mögliche Versäumnisse der Behörden im Umgang hiermit lückenlos aufgeklärt werden. Außerdem setzen wir uns dafür ein, dass Banken und Krankenhäuser z.B. in Folge von Fusionen nicht dem Einfluss der kommunalen Träger entzogen werden. Auch kleine Krankenhäuser wie z.B. das in Burghausen müssen in Zukunft eine vollwertige Versorgung anbieten dürfen." − ecs

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