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Die kleinste Gemeinde im Landkreis

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Das Rathaus in Buchhofen.  − Foto: Josef Schiller

Vor 24 Jahren hat Ludwig Geiger die Nachfolge von Josef Eckl als Bürgermeister von Buchhofen angetreten. Bei seiner Wahl 1990 hatte der CSU-Bewerber mit Xaver Kiermaier noch einen Gegenkandidaten aus Reihen der Freien Wähler Union. Bei allen folgenden Kommunalwahlen wurde Geiger als gemeinsamer Kandidat beider Gruppierungen im Amt bestätigt. Diese Tradition setzen CSU und FWU heuer fort, indem sie den bisherigen zweiten Bürgermeister Josef Friedberger zu ihrem Kandidaten ernannten.

Das Gebiet der Gemeinde Buchhofen liegt am südöstlichen Rand des Gäubodens und ist uraltes Siedlungsland. Der fruchtbare Boden lockte bereits vor etwa 7000 Jahren Menschen der Jungsteinzeit an, sich hier niederzulassen und Ackerbau zu betreiben. Die frühesten urkundlichen Belege stammen dagegen erst aus dem 8. Jahrhundert: Um 741 übereignete der Agilolfinger-Herzog Odilo dem neu gegründeten Kloster Altaha/Altach/Niederaltaich "28 Mansen/Huben von Poohofa/Buchhofen und Muliheim/Mühlham".

Auch heute ist die mit 887 Einwohnern kleinste Gemeinde im Landkreis Deggendorf noch stark landwirtschaftlich orientiert. Markante herrschaftliche Bauernhöfe prägen das großzügig angelegte Ortsbild. Eine besondere Attraktion ist das Bauernhofmuseum Schreiner in Nindorf: Hier wird der Strukturwandel von der Handarbeitsstufe mit Pferde- und Ochsenanspannung bis hin zur Vollmechanisierung aufgezeigt. Sehr früh reagierten weitblickende Landwirte auf diese Entwicklung: Im Jahre 1958 gründeten sie auf Initiative von Dr. Geiersberger den ersten Maschinenring weltweit.

Im Zuge der Gemeindegebietsreform wurden die früher selbstständigen Gemeinden Buchhofen und Ottmaring zusammengelegt, die Gemeinde ist heute Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Moos. In Ottmaring wurde 2010 die Dorferneuerung erfolgreich abgeschlossen, in Buchhofen ist die Flurbereinigung schon so weit fortgeschritten, dass die Felder bereits neu verteilt werden konnten. Wann die Dorferneuerung in Buchhofen in Angriff genommen werden kann, hängt von der Finanzlage ab.

Der Haushaltsplan 2013 umfasst ein Volumen von 1 196 000 Euro im Verwaltungshaushalt sowie 910 000 Euro im Vermögenshaushalt. Für das Baugebiet"Am Königsholz" in Ottmaring sind Ausgaben von 209 000 Euro angesetzt. Das Baugebiet umfasst zunächst acht Parzellen in einer Größe von knapp 600 bis 1000 Quadratmeter. Erste Reservierungen gibt es bereits, obgleich der Verkaufspreis erst nach Abschluss der archäologischen Arbeiten kalkuliert werden kann. Um diese besser vermarkten zu können, benötigt die Gemeinde eine eigene Homepage. Dies ist eines der ersten Projekte, die Josef Friedberger als neuer Bürgermeister erledigen will. − sch

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Josef Friedberger.

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