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Die größte Stadt hat drei zur Auswahl

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Ein Ort der stillen Einkehr im Rathaus: In der Kapelle des ehemaligen Klosters können die Bürgermeister um göttlichen Beistand bitten bei schwierigen Entscheidungen. −F.: Steiml

Über einen Mangel an Bürgermeisterkandidaten können sich die 8960 Wahlberechtigten in Waldkirchen nicht beklagen: Mit Amtsinhaber Heinz Pollak (UCW-FW), CSU-Herausforderer Manfred Dersch und SPD-Kandidat Josef Süß bewerben sich drei Männer um das wichtigste Mandat in der mit 10584 Einwohnern größten Stadt des Landkreises FRG. Und es sind noch recht unverbrauchte Köpfe, die da nach der Verantwortung streben: Pollak (43) eroberte erst vor sechs Jahren als Quereinsteiger das Rathaus, der 44-jährige Dersch ist bislang kommunalpolitisch ebenso wenig in Erscheinung getreten wie der Jüngste im Bunde: Süß ist gerade mal 30 Jahre alt. Vieles in den Wahlprogrammen der drei ähnelt sich: Alle wollen die Grundschulen erhalten, die Innenstadt stärken oder sich für die Belange der Jugend, von Familien und Senioren einsetzen sowie den Breitbandausbau vorantreiben. Während Pollak als Titelverteidiger die Erfolge der vergangenen Jahre wie Betriebsansiedlungen, Bauboom und ein "gestärktes Wir-Gefühl" aufzählt, die seiner Ansicht nach zu einem regelrechten Aufschwung in Waldkirchen geführt haben, kritisiert Dersch als aussichtsreichster Widersacher die Amtsführung des Freien Wählers und eine von ihm ausgemachte "Isolation der Stadt im Landkreis" sowie "Stückwerk". Ein zentrales Ziel des CSU-Kandidaten ist daher ein "übergeordneter Plan", während der Amtsinhaber Pollak Waldkirchen unter anderem zum "Vorreiter bei Müllvermeidung, Fairtrade und verantwortlichem Umgang mit Ressourcen" machen will. Süß wiederum will zum Beispiel ein "einer Einkaufsstadt würdiges innerstädtisches Verkehrskonzept" realisieren. Alle drei verbindet, dass sie sich dazu bekannt haben, im Falle einer Niederlage bei der Bürgermeister-Abstimmung der Kommune als Stadträte dienen zu wollen. Pollak, Dersch und Süß sind jeweils Listenführer ihrer Partei und damit die ersten Bewerber um ein Mandat im Kommunalparlament. − chs

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