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Die Fußstapfen für den Posten des Landrats sind gigantisch

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Egal, wen die Bürger des Landkreises in der Kommunalwahl zum neuen Landrat wählen – die Fußstapfen könnten kaum größer sein: Noch-Amtsinhaber Heinrich Trapp (68, SPD). −Foto: Landratsamt Dingolfing-Landau

Egal, wen die Bürger des Landkreises in der Kommunalwahl zum neuen Landrat wählen – die Fußstapfen könnten kaum größer sein: Noch-Amtsinhaber Heinrich Trapp (68, SPD), der aus Altersgründen nicht mehr antreten darf, steht seit fast drei Jahrzehnten an der politischen Spitze des Landkreises. Seit 1991 ist er im Amt, seit der vergangenen Kommunalwahl 2014 ist er der am längsten amtierende Landrat Bayerns. Jemand anderen im Chefsessel des Landratsamtes kann man sich eigentlich nicht mehr vorstellen. Fünf Kandidaten wollen es versuchen. Für die CSU tritt Werner Bumeder (52) an, Zweiter Bürgermeister in seiner Heimat Mamming und seit 2014 als Zweiter Landrat der Stellvertreter von Trapp. Seit 24 Jahren sitzt er im Kreistag. Bumeder absolvierte nach der Schulzeit eine Ausbildung samt Studium in der Landwirtschaft, die deutlich beeindruckendere Karriere legte er aber innerhalb seiner Partei hin: Mit 16 Jahren trat er in die Junge Union ein und arbeitete sich seitdem bis auf Landesebene hoch. Seit 1991 arbeitet er in der CSU-Landesleitung in München, seit 2019 ist er Büroleiter des Parteivorsitzenden und Ministerpräsidenten Markus Söder. Bumeder hat diverse Ehrenämter, unter anderem ist er Kreisvorsitzender des Roten Kreuzes. Dass die SPD einen Nachfolger für ihr Aushängeschild Trapp stellt, war selbstverständlich. Für die Sozialdemokraten kandidiert der Kreisvorsitzende Bernd Vilsmeier (53) aus Warth bei Marklkofen. Er studierte nach dem Abitur Veterinärmedizin und arbeitet als Fachtierarzt. Auf Parteiebene schaffte es Vilsmeier bislang bis auf Bezirksebene, er ist stellvertretender Bezirksvorsitzender. Auch er ist ehrenamtlich engagiert, unter anderem als Kreisvorsitzender des Auto-Club-Europa. Ein politisches Schwergewicht mit 24 Jahren Erfahrung als Kreisrat ist der Vorsitzende der ÖDP-Kreistagsfraktion Karl Wolf (60) aus Lehen bei Loiching, der für die ÖDP antritt. Er ist bekannt für seine oft kritischen Wortmeldungen in den Kreisgremien, vor allem, wenn es um die Kreisseniorenheime oder die Krankenhäuser geht. Wolf ist gelernter Bankkaufmann und betreibt einen Biohof im Nebenerwerb. Er übte diverse kirchliche und gesellschaftliche Ehrenämter aus. Sascha Perkuhn aus Marklkofen ist mit seinen 24 Jahren der jüngste Kandidat, er geht für die FDP ins Rennen. Er hatte bislang noch kein Mandat auf Gemeinde- oder Kreisebene, in seiner Partei ist er stellvertretender Kreisvorsitzender und seit kurzem Bezirksvorsitzender der Jungen Liberalen. Für die Grünen kandidiert die Kreisvorstandssprecherin Christine Aigner (58). Die Biobäuerin und gelernte Schneiderin leitet eine Nebenerwerbslandwirtschaft im Simbacher Ortsteil Böckel und arbeitet auch als Kräuterpädagogin. Seit 2014 sitzt sie im Kreistag. − mko

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