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Der Kandidaten-Zweikampf im Holzland

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Idyllisch im Holzland gelegen: Pleiskirchen.  − Foto: Brandl

Stefan Mittermeier (CSU/Unabhängige) oder Konrad Zeiler (Freie Wähler)? So lautet die Frage für die Wähler in Pleiskirchen am 16. März. Beide bewerben sich um die Nachfolge des amtierenden Rathauschefs Sepp Eder, der seit 2000 im Amt ist. Damals war er außertourlich zum Nachfolger von Erwin Schneider gewählt worden, der damals das Amt des Landrats von Altötting antrat.

Dass Stefan Mittermeier antreten würde, hatte in der Holzland-Gemeinde schon länger als offenes Geheimnis gegolten: Seit 1996 hat der 42-jährige Anlagenmechaniker-Meister Sitz und Stimme im Gemeinderat und konnte sich dort zwei Perioden lang auf dem Posten des Jugendreferenten profilieren. 2008 wurde er zum zweiten Bürgermeister gewählt und vertrat die Gemeinde seither auch bei diversen offiziellen Anlässen.

Als er Ende Juli 2013 mit seinen Plänen, zu kandidieren, an die Öffentlichkeit trat, gab zeitgleich auch Konrad Zeiler seine Absicht kund, antreten zu wollen. Der 48-jährige selbstständige Schreinermeister gehört dem Gemeinderat seit 2008 an – er war auf der Liste CSU/Unabhängige angetreten, ist aber kein CSU-Mitglied. Deswegen wurde jetzt ein eigener Ortsverband der Freien Wähler gegründet, der ihn dann zum Bürgermeisterkandidaten nominierte.

Durch diese Konstellation wird auch die künftige Zusammensetzung des Gemeinderates mit Spannung erwartet: Wie viele Sitze werden die jeweiligen Listen erringen können? – Seit 2008 waren ausschließlich Räte von "CSU und Unabhängige" im Rat vertreten, nur in den Jahren zuvor gehörte mit Josef Gerzabek ein einziger Sozialdemokrat dem Gemeinderat der 2300 Einwohner zählenden Gemeinde an.

Gerzabek, der sich 2002 für die SPD auch um den Posten des ersten Bürgermeisters beworben hatte, schied 2008 aus dem Gemeinderat aus, will jetzt aber wieder ins Gremium einrücken – auf der Liste der Freien Wähler, in deren Ortsverband er im November 2013 zum zweiten Vorsitzenden gewählt worden war.

Es wird spannend zu sehen, wie der künftige Gemeinderat unter diesen neuen politischen Voraussetzungen zusammengesetzt sein wird und wie die Mitglieder der beiden verschiedenen Listen die Zukunftsaufgaben unter der Leitung eines neuen Gemeindeoberhauptes lösen.

Egal, wer das Rennen macht – eine entscheidende Aufgabe wird es sein, in der flächenmäßig größten Gemeinde des Landkreises für ein gutes Miteinander der drei Ortsteile zu sorgen: Hier leben rund 2300 Menschen auf knapp 53 Quadratkilometern. Das Gros der 2300 Einwohner lebt in den drei Hauptorten: Pleiskirchen – Sitz des Rathauses –, Wald bei Winhöring sowie Nonnberg. Das Miteinander dieser Orte weiter zu verbessern, seit sie vor mehr als 40 Jahren Bestandteile einer politischen Gemeinde wurden, wird als vornehmste Aufgabe des Rathauschefs betrachtet. Weitere wichtige Aufgaben sind die Zukunftssicherung des Kindergartens und der Schule, die seit einigen Jahren nur mehr als Grundschule existiert, die Ansiedlung von neuem Gewerbe und eine leistungsfähigere Internetanbindung vor allem in den Außenbereichen.  − afb

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Konrad Zeiler.  − Fotos: Brandl

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Stefan Mittermeier.

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