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Der Bürgermeister ist schon gewählt

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Das Rathaus von Burgkirchen: Hier wollen 81 Kandidaten als Gemeinderäte rein. Aber nur 24 Sitze sind zu vergeben.  − Fotos: ge

Bürgermeister Johann Krichenbauer kann sich bei dieser Kommunalwahl entspannt in seinem Amtssessel zurücklehnen und dem Wahlkampftreiben in der Alzgemeinde zusehen. Der 51-Jährige ist bereits gewählt.

Das hat zu tun mit dem Tod seines Amtsvorgängers Dr. Stephan Merz, der am 3. August 2012 einem Krebsleiden erlag. So musste losgelöst von der Wahlperiode des Gemeinderats ein neuer Bürgermeister bestimmt werden. Johann Krichenbauer setzte sich in der Stichwahl am 18. November 2012 gegen Franz Wallner durch. Weil das Ende der Wahlperiode nicht mehr fern war, bestimmte die Rechtsaufsicht, dass die Wahl des neuen Bürgermeisters auch für die kommende Amtsperiode von 2014 bis 2020 Gültigkeit hat. Da die Spitzenposition also bereits besetzt ist, verläuft der Wahlkampf in der Gemeinde Burgkirchen unaufgeregt. Sachfragen stehen im Vordergrund, wobei die Fortführung der Haushaltskonsolidierung gezwungenermaßen im Vordergrund steht.

Bei der CSU tauchen neue Köpfe in der Kommunalpolitik auf. Dr. Michael Gerstorfer, seit Februar 2013 Vorsitzender des CSU-Ortsverbandes, beschrieb es so: "Vier alte Schlachtrösser verlassen den Gemeinderat." Damit meinte er den Vorsitzenden der CSU-Gemeinderatsfraktion, Bernhard Voderhuber, seit 1996 im Gremium, Martin Schäffler (seit 1996 im Gemeinderat), Bruno Obermaier (seit 2002) und Harald Schuhbeck (seit 2008). Bernhard Voderhuber beendet mit seiner politischen Laufbahn auch eine Familientradition, denn schon sein Vater Andreas Voderhuber war lange in der Kommunalpolitik aktiv, von 1967 bis 1984 sogar als Gemeindeoberhaupt.

Weibliche Übermacht – etwas Besonderes in der politischen Landschaft nicht nur zwischen Inn und Salzach – findet sich auf der Liste SPD/Unabhängige Bürger. SPD und Unabhängige sind eine Listenverbindung mit Bündnis 90/Die Grünen eingegangen. Die Freien Wähler hoffen davon zu profitieren, dass Bürgermeister Krichenbauer als Freie-Wähler-Kandidat ins Amt gelangt ist. Da die Industriegemeinde mehr als 10 000 Einwohner hat, verfügt der Gemeinderat über 24 Sitze. CSU, SPD und FW konnten jeweils 24 Kandidaten aufstellen. Die Grünen nominierten neun Kandidaten. Am meisten für Spannung sorgte im Burgkirchner Wahlkampf die Frage, ob aus dem Ortsteil Hirten eine neue kommunalpolitische Kraft erwächst. Aber Franz Wallner setzte seine Pläne für eine unabhängige Bürgerliste nicht in die Tat um. − ge

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Bürgermeister Johann Krichenbauer hat gut lachen.

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