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Berchtesgadener Land und Bad Reichenhall bleiben in CSU-Hand

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Dr. Christoph Lung hat die Stichwahl in Bad Reichenhall gewonnen. −Foto: Corinna Anton

Der neue Landrat im Berchtesgadener Land heißt Bernhard Kern. Auch in Bad Reichenhall setzte sich im Rennen um das Amt der Oberbürgermeisters der Kandidat der CSU durch. Krenn sicherte sich seinen Sieg mit 58,73 Prozent vor allem in den Gemeinden des Rupertiwinkels, allen voran in seiner Heimatgemeinde Saaldorf-Surheim, wo er 76,12 Prozent holte. Eine Siebzig vorm Komma gab es auch in Ainring (74,53), Freilassing (72,01) und Teisendorf (71,07). Neben dem Lokalpatriotismus, der sich im Süden des Landkreises zugunsten von Dr. Bartl Wimmer niedergeschlagen hat, bis zu 68,34 Prozent in Bischofswiesen, deutet dieses Ergebnis darauf hin, dass die Debatte um das Freilassinger Krankenhaus eine Rolle gespielt hat. In einer ersten Reaktion zeigte sich Kern erleichtert: "Ich bin sehr froh, dass die Doppelbelastung Bürgermeister und Wahlkampf vorbei ist, gerade in der Corona-Krise." Der CSU-Mann sieht sich als Landrat für das gesamte Berchtesgadener Land. Er wolle auch für die da sein, die ihn nicht gewählt haben, verkündet er direkt nach Bekanntgabe des Ergebnisses und dankte allen Mitbewerbern für den fairen Wahlkampf. Im Anschluss wollte er mit seinen Eltern telefonieren und noch im Rathaus nach seinen Mitarbeitern sehen. Dr. Bartl Wimmer zeigte sich als fairer Verlierer und hatte seinem Kontrahenten sogleich bereits gratuliert. Er bot ihm konstruktive Zusammenarbeit an, vor allem wegen der Corona-Krise, aber auch in der Überwindung der regionalen Polarisierung des Landkreises in Nord und Süd, die in dem Wahlergebnis sichtbar wird. Mit seinem Ergebnis von 41,27 Prozent war er für die Grünen und persönlich zufrieden. "Jetzt werde ich mir ein Glaserl Wein gönnen", verriet er. Lung feiert Wahlsieg im Kreis der Familie Mit 53,8 Prozent der Stimmen hat sich im Rennen um das Oberbürgermeisteramt von Bad Reichenhall CSU-Kandidat Dr. Christoph Lung gegen Monika Tauber-Spring (Bürgerliste) durchgesetzt. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,2 Prozent. Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen, als sieben Kandidaten angetreten waren, hatte sie 51,9 Prozent betragen. Lung feierte den Wahlsieg zu Hause im engsten Familienkreis. Ihm sei bewusst, dass nun "viel und schwierige Arbeit" auf ihn zukomme, sagte er der Heimatzeitung am Telefon. Sein Ziel sei, die Stadt gut durch die schwierige Zeit zu bringen. Dafür brauche es im Stadtrat ein "neues Miteinander". Ein Anliegen sei ihm, seinen Mitbewerbern für den fairen Wahlkampf zu danken. Tauber-Spring interpretierte das Ergebnis so: "Offensichtlich ist die Zeit noch nicht reif für eine Frau und für eine parteiübergreifende Politik, die absolut unabhängig ist." Die 46,2 Prozent Zustimmung sehe sie als Verpflichtung, sich "mit ganzer Kraft in Stadtrat und Kreistag einzubringen". Angesichts der Corona-Krise "müssen jetzt alle zusammenhelfen". Ihrem Mitbewerber Lung gratulierte sie und wünschte "viel Kraft und Weitsicht". − ze/can

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Bernhard Kern (CSU, l.) zieht vom Rathaus Saaldorf-Surheim ins Landratsamt nach Bad Reichenhall. Im Bild bei der Stichwahl vor zwei Wochen. −Foto: Zehringer

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